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Silvester - die Angst vor dem Knall

Wenn Böller und Raketen zum Alptraum werden.



Alle Jahre wieder kommt der Jahreswechsel und damit auch die Angst der Hundebitzer vor der Reaktion Ihrer Hunde auf die Knaller der Silvesternacht. Da sich die Knallerei leider nicht mehr nur auf den 31.12. beschränkt, sondern Knaller auch schon wenige Tage zuvor und danach gezündet werden, fühlen sich viele Halter verunsichert. Denn es kann jederzeit losgehen mit Knallen. Viele Hunde geraten dann regelrecht in Panik und sind teilweise unkontrollierbar. So entstand der Wunsch diesen Haltern und Ihren Vierbeinern zu helfen und der Versuch war gestartet.

10 Probanden

Alter der Hunde: 1-10 Jahren

Hunde mit Auslöser der Angst: 4 Hunde ohne Auslöser der Angst: 6

8 Sitzungen: 5 Hunde 7 Sitzungen: 3 Hunde

6 Sitzungen: 2 Hunde

Individell bestimmte Bestrahlungsstelle (Spindel, Thymus, BaiHui) mittels Pulstestung



Kategorie 1

2 Hunde mit wenig Einschränkungen in der Lebensqualität (leicht gesteigerte Nervosität, vermehrt gesuchter Schutz bei Herrchen/Frauchen, Fressverhalten normal)


Kategorie 2

5 Hunde mit eingeschränkter Lebensqualität (gesteigerte Nervosität, Zittern, Fressverhalten normal, Schwierigkeiten bei Harn-/ Kotabsatz ab dem 31.12. – 01.01.)


Kategorie 3

3 Hunde mit stark eingeschränkter Lebensqualität (stark gesteigerte Nervosität, bei Knall keine kontrollierte Handlung mehr möglich, Zittern, Nachlassen der Symptome erst nach einer Std. oder länger, Harn-/ Kotabsatz ab dem 30.12. – 02.01. kaum noch möglich, zum Teil Steigerung der Symptome bei Dunkelheit, Fressverhalten eingeschränkt)

Ergebnis

Nach den angegebenen Sitzungen haben 9 von 10 Hunden auf die Therapie positiv angesprochen. Ausschließlich ein Hund hat keinerlei Verhaltensänderung nach der Therapie gezeigt. Hier haben sich die zuvor beschriebenen Symptome nicht verändert. Beschriebene Panik mit Zittern und dem Verkriechen in einem Versteck über einen längeren Zeitraum waren die Folge. Auch in den ersten Tagen des neuen Jahres seien die Symptome bei erneutem Knallen spürbar gewesen. (Hund Kategorie 3)

Zu einem Hund, der teilgenommen hat, fehlen mir leider die Abschließenden Unterlagen.

1 Hund war in seiner Angst leicht gemildert. Er habe weiterhin auf ein Knallen reagiert und blieb in der Situation angespannt. Jedoch seien seine Reaktionen nicht so stark ausgeprägt gewesen und deutlich schneller wieder verschwunden. Die Beschreibung der Besitzer schilderte keine Panik. Körpersprachliche Anzeichen wie Schmatzen, eingezogene Rute oder Anlegen der Ohren wurde beschrieben. Allerdings sei das Tier ansprechbar und kontrollierbar gewesen. Auch in der häuslichen Umgebung sei der Hund angespannt gewesen, suchte aber kein Versteck auf sondern die Nähe seiner Besitzer. Dabei ließen Zittern und Anspannung nach.

Das Fressverhalten sei weiterhin normal gewesen. Harn-/ Kotabsatz waren bis zum 31.12. 18.00 Uhr und ab dem 01.01. mit Tagesanbruch im Garten wieder möglich. (Hund Kategorie 3)

4 Hunde waren in ihrer Angst gemildert. Sie hätten weiterhin auf ein Knallen reagiert und blieben in der Situation angespannt. Jedoch beschrieben die Besitzer, dass die Reaktionen ihrer Hunde nicht so stark ausgeprägt gewesen und deutlich schneller wieder verschwunden seien. Die Beschreibung schilderte eher ein „Unwohlsein“ als eine Panik. Körpersprachliche Anzeichen wie Schmatzen, eingezogene Rute oder Anlegen der Ohren wurden beschrieben. Diese Zeichen legten sich in geschlossenen Räumen aber deutlich. Hier konnten sich die Hunde einen ruhigen Ort (Körbchen oder andere gewohnte Ruheplätze) in der Nähe ihrer Besitzer suchen und schienen entspannt zu sein.

Das Fressverhalten sei weiterhin normal gewesen. Harn-/ Kotabsatz sei weitestgehend normal gewesen. (Hunde Kategorie 2, 3)

3 Hunde reagierten nach der Therapie sowohl im Haus als auch außerhalb gar nicht mehr auf Knallgeräusche oder horchten lediglich auf, ohne dabei ein Anzeichen von Ängstlichkeit oder Unwohlsein zu zeigen. (Hunde Kategorie 1, 2)

Anhalten der Wirkung

Von anderen Therapeuten wird die Wirkung auf ca. 6 Monate beschrieben. Danach würden manche Tiere erneut alte Muster zeigen. Allerdings seien dann nur Einzelsitzungen zum „Auffrischen“ notwendig gewesen. Da ich selbst noch keine Erfahrungen dazu gemacht habe, bleibt die Wirkdauer abzuwarten.



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